{"id":40,"date":"2014-05-30T15:09:08","date_gmt":"2014-05-30T13:09:08","guid":{"rendered":"http:\/\/notfunk-landshut.de\/wordpress\/?page_id=40"},"modified":"2017-02-13T14:47:44","modified_gmt":"2017-02-13T13:47:44","slug":"pressetext","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.notfunk-landshut.de\/wordpress\/?page_id=40","title":{"rendered":"Pressetext"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-size: medium;\"><strong>Die Notfunkgruppe Landshut<\/strong><\/span> <br \/>Funkamateure aus den beiden Landshuter Ortsverb\u00e4nden des Deutschen Amateur Radio Clubs e.V. (DARC) und dem Verband der Funkamateure in Telekommunikation und Post e.V. (VFDB) sowie Funkamateure der &#8222;Funkfreunde Landshut&#8220; gr\u00fcndeten am 7. Januar 2011 die \u201eNotfunk-Gruppe Landshut\u201c. www.notfunk-landshut.de<\/p><p>Diese Gruppe unterst\u00fctzt Hilfsorganisationen wie Feuerwehr und Rettungsdienste aus Stadt und Landkreis Landshut im Katastrophenfall effektiv beim Errichten von Kommunikationswegen. Mit eigenen, mobilen, batteriegest\u00fctzten Funkanlagen und viel \u201eKnow-how\u201c sind die Landshuter Funkamateure in der Lage, zu jeder Zeit an jedem Ort flexibel zus\u00e4tzliche Informationskan\u00e4le f\u00fcr die Beh\u00f6rden aufrechtzuerhalten. Zudem ist nahezu jedes Mitglied der Notfunk-Gruppe mit einer netzunabh\u00e4ngigen Feststation ausgestattet.<\/p><p><strong>Unterst\u00fctzung durch die Bayerische Staatsregierung<\/strong><br \/>Seit 2014 sind Mitglieder der Notfunkgruppe Landshut Teil der &#8222;KomF\u00fc&#8220; des Landratsamtes Landshut und damit Teil der beh\u00f6rdlichen Alarmierungskette. Die Initiative dazu ging von der Bayerischen Staatskanzlei des Inneren aus. Auf der Distriktsversammlung der Funkamateure von Niederbayern und Oberpfalz am 18. April 2009 in Landshut trug Regierungsdirektor Hans Ellmayer vom Bayerischen Staatsministerium des Inneren einen entsprechenden Wunsch an die Funkamateure heran. Herr Ellmayer \u00fcbermittelte den Landshuter Funkamateuren das Anliegen der Politik, da\u00df bei k\u00fcnftigen Not, bzw. Katastrophenf\u00e4llen Funkamateure bei der Kommunikation mit eingebunden werden sollten. Mit ihren technischen Einrichtungen und nicht zuletzt wegen ihres technischen Wissens k\u00f6nnen Funkamateure gerade da ihre F\u00e4higkeiten einsetzen<\/p><p>Auf Anregung der Bayerischen Staatskanzlei kam es dann am 4. Mai 2010 zu einem ersten Treffen der Funkamateure mit der FFW und Katastrophenschutzbeh\u00f6rde in der Feuerwache Landshut zu diesem Thema. Mit F\u00fchrungskr\u00e4ften der Feuerwehr und des Katastrophenschutztes wurden die M\u00f6glichkeiten zur Unterst\u00fctzung in der Kommunikation er\u00f6rtert, soweit die eigenen M\u00f6glichkeiten nicht ausreichen.<\/p><p><strong>Warum eine Notfunk-Gruppe?<\/strong> <br \/>Feuerwehr, Polizei, Sanit\u00e4ter benutzen in der Regel Funktechnik die auf lokale, so genannte Umsetzer\/Relaisstellen angewiesen ist. Diese haben bei Ausfall des Stromnetzes in der Regel nur eine Batteriereserve von maximal zwei Stunden. Nach Einf\u00fchrung des digitalen Beh\u00f6rdenfunks ab 2013 wird diese Gangreserve noch deutlich geringer sein.<\/p><p>Funkamateure k\u00f6nnen diese L\u00fccke f\u00fcllen, schnell und \u00fcberall reagieren. <br \/>Bei gro\u00dfen Naturkatastrophen, wie z.B. Erdbeben, Flutwellen, Waldbr\u00e4nden und \u00dcberschwemmungen sorgen Funkamateure weltweit immer zuerst und meistens auch als Einzige f\u00fcr dringend ben\u00f6tigte Funkverbindungen innerhalb und aus den betroffenen Gebieten. Das allgegenw\u00e4rtige Telefon versagt im Katastrophenfall sehr schnell: Mobilfunknetze sind \u2013 sofern noch funktionsf\u00e4hig &#8211; sofort \u00fcberlastet und damit nicht mehr nutzbar, das Festnetz f\u00e4llt oft komplett aus.<\/p><p><strong>Besonderheiten des Amateurfunkdienstes<\/strong> <br \/>In Deutschland und der ganzen Welt finden sich zahllose, fest installierte Relaisfunkstellen mit sehr gro\u00dfen Reichweiten von ca. 300km. Bewu\u00dft auf exponierten Standorten wie z.B. dem Zugspitzgipfel oder dem Olympiaturm M\u00fcnchen errichtet, betreiben Funkamateure diese Funkanlagen netzunabh\u00e4ngig um im Notfall den Betrieb \u00fcber mehrere Tage sicherzustellen. Wer also mit einem kleinen Handfunkger\u00e4t von Landshut aus damit verbunden ist, kann bis zu dreihundert Kilometer im Umkreis der Zugspitze oder des Olympiaturms geh\u00f6rt, bzw. erreicht werden. Dazu k\u00f6nnen Funkamateure innerhalb k\u00fcrzester Zeit an jedem Ort mobile Relaisfunkstellen mit eigener Stromversorgung und Antennen aufbauen und betreiben. Werden Kommunikationswege \u00fcber die Landesgrenzen hinaus ben\u00f6tigt bieten Funkamateure ein probates Mittel: den Kurzwellenfunk. Damit werden Europa- und weltweite Funkverbindungen mit derselben Flexibilit\u00e4t m\u00f6glich wie im Nahverkehr. Durch einheitliche Frequenzbereiche sind sofort ohne Verz\u00f6gerung auch grenz\u00fcberschreitende Funkverbindungen m\u00f6glich.<\/p><p><strong>Das besondere Plus<\/strong><br \/>\u00dcber alle genannten Funkverbindungen ist nicht nur eine Sprachverbindung sondern auch Daten- Bild- und Schrift\u00fcbertragung m\u00f6glich.<\/p><p><strong>Notfunk in Landshut<\/strong> <br \/>Das im Jahr 2010 fertiggestellte Kompetenz- und Ausbildungszentrum f\u00fcr Amateurfunk in Niederbayern auf der Weickmannsh\u00f6he 22 in Landshut, spielt bei Notfunk-Eins\u00e4tzen eine wichtige Rolle. Bereits bei der Planung wurde gro\u00dfes Augenmerk darauf gelegt. Der gesamte Komplex kann mittels eines leistungsf\u00e4higen, vereinseigenen Notstromaggregates versorgt werden. Dies gew\u00e4hrleistet v\u00f6llige Netzunabh\u00e4ngigkeit. Auch die \u00e4u\u00dferst hervorragende geografische Lage auf der Weickmannsh\u00f6he ist f\u00fcr den Notfunkbetrieb sehr vorteilhaft. Dieser Standort kann mit geringster Sendeleistung und kleinen Handfunkger\u00e4ten problemlos erreicht werden. Verbindungen in die Einsatzzentrale der Feuerwehr wurden erfolgreich erprobt. Eine zus\u00e4tzliche Variante des Amateurfunks, das \u201eAutomatic Packet Reporting System\u201c (APRS), erleichtert dem Einsatzleiter den \u00dcberblick \u00fcber die Verteilung seiner Einsatzkr\u00e4fte. Jeder mit APRS ausgestattete Einsatzort kann in der Leitstelle auf einer \u00dcbersichtskarte dargestellt werden. Dar\u00fcber hinaus ist die schriftliche Kommunikation zwischen allen Einsatzkr\u00e4ften per APRS m\u00f6glich. Ohne Internet, ohne Handynetz! Das dazu ben\u00f6tigte Funknetzwerk wurde von Funkamateuren &#8211; autark vom Stromnetz &#8211; aufgebaut.<\/p><p><strong>Katastrophenf\u00e4lle in Deutschland und weltweit<\/strong> <br \/>Aus Katastrophen in Deutschland hat man gelernt. Ob Schneekatastrophen in Nord- und S\u00fcddeutschland 1978\/79, 2006, Hochwasser oder extreme St\u00fcrme: Auch hierzulande gibt es Katastrophenf\u00e4lle, bei denen zuerst der Strom, dann die Kommunikation ausf\u00e4llt. Stets hielten Funkamateure die Kommunikation aufrecht. <br \/><br \/>Notfunk auch weltweit: Amerikanische Funkamateure genie\u00dfen nicht zuletzt wegen der in den USA h\u00e4ufiger vorkommenden Katastrophen wie Tornados, Flutwellen, Erdbeben aufgrund ihrer stets kompetenten und schnellen Hilfe sehr gro\u00dfes Ansehen. So werden dort sogar die entsprechenden Beh\u00f6rden von der Regierung aufgefordert, Funkamateure bei der Errichtung ihrer Funkanlagen zu unterst\u00fctzen.<\/p><p><strong>Aktueller Stand<\/strong> <br \/>Die Notfunk-Gruppe Landshut umfa\u00dft derzeit ca. 10 stetige Mitglieder. <br \/>Hans-J\u00fcrgen Schott (DH2RL) und Andreas Zitzelsberger (DL3RCG) sind die Leiter der Gruppe. <br \/>Weitere Mitglieder der Gruppe sind Teil der sog. &#8222;KomF\u00fc&#8220; des Landratsamtes Landshut und damit Teil der beh\u00f6rdlichen Alarmierungskette. Die Notfunkgruppe Landshut ist intern bereits soweit organisiert, dass funktionierende, interne Alarmierungspl\u00e4ne vorliegen. <br \/><br \/>Weitere Interessenten die sich hier beteiligen wollen sind immer herzlich willkommen. <br \/>Jeden ersten Mittwoch im Monat trifft sich die Gruppe um 20 Uhr Lokalzeit auf dem lokalen Relais <br \/>DB0OVL (439.375 MHz). <br \/><br \/>In der Regel ist auch die Clubstation DL0LA besetzt und wird unter Notstrom betrieben. <br \/>Die Website www.notfunk-landshut.de\u00a0 bietet ausf\u00fchrliche Informationen \u00fcber die Aktivit\u00e4ten der Notfunk-Gruppe Landshut. <br \/><br \/>Weitere Informationen zum Thema Amateurfunk: <br \/>DARC- Ortsverband Landshut <a title=\"http:\/\/www.u08.de\/\" href=\"http:\/\/www.u08.de\/\" target=\"_blank\">http:\/\/www.u08.de\/<\/a> <br \/>VFDB- Ortsverband Landshut <a title=\"http:\/\/www.vfdb.net\/76\/\" href=\"http:\/\/www.vfdb.net\/76\/\" target=\"_blank\">http:\/\/www.vfdb.net\/76\/<\/a> <br \/>DARC- Dachverband Baunatal <a title=\"http:\/\/www.darc.de\/\" href=\"http:\/\/www.darc.de\/\" target=\"_blank\">http:\/\/www.darc.de\/<\/a> <br \/>Funkfreunde Landshut <a title=\"Funkfreunde Landshut\" href=\"http:\/\/www.funkfreundelandshut.de\/\" target=\"_blank\">http:\/\/www.funkfreundelandshut.de\/<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Notfunkgruppe Landshut Funkamateure aus den beiden Landshuter Ortsverb\u00e4nden des Deutschen Amateur Radio Clubs e.V. 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