{"id":118,"date":"2014-05-30T15:49:43","date_gmt":"2014-05-30T13:49:43","guid":{"rendered":"http:\/\/notfunk-landshut.de\/wordpress\/?page_id=118"},"modified":"2014-06-01T11:18:56","modified_gmt":"2014-06-01T09:18:56","slug":"deutschlandradio","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.notfunk-landshut.de\/wordpress\/?page_id=118","title":{"rendered":"Deutschlandradio"},"content":{"rendered":"<h3 class=\"title\">Beitrag im &#8222;Deutschlandradio&#8220;<\/h3>\r\nAm 17. Januar 2011 erschien im Deutschlandradio dieser Bericht:\r\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/forschak\/1367028\/\" target=\"_blank\">http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/forschak\/1367028\/<\/a>\r\n<span style=\"font-size: x-small;\">(tnx fr die Vermittlung an DH2RL und DF5LR)<\/span>\r\n\r\n&nbsp;\r\n<div id=\"sendung-beitrag\">\r\n<h5>17.01.2011<\/h5>\r\n<div class=\"bild_1spaltig\"><a title=\"Die gro\u00dfe Flut in Australien. Besonders \u00dcberschwemmungen machen herk\u00f6mmliches Telefonieren oft unm\u00f6glich.  (Bild: AP)\" href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/forschak\/1367028\/bilder\/image_main\/\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.dradio.de\/images\/63075\/landscape\/133,0\/\" alt=\"Die gro\u00dfe Flut in Australien. Besonders \u00dcberschwemmungen machen herk\u00f6mmliches Telefonieren oft unm\u00f6glich.  (Bild: AP)\" width=\"133\" height=\"100\" border=\"0\" \/><\/a>\r\nDie gro\u00dfe Flut in Australien. Besonders \u00dcberschwemmungen machen herk\u00f6mmliches Telefonieren oft unm\u00f6glich. (Bild: AP)<\/div>\r\n<div class=\"textblock19\">\r\n<h1><a class=\"link_audio_portal\" title=\"Audio Link: Kommunikation in der Katastrophe\" href=\"http:\/\/www.dradio.de\/aod\/?station=1&amp;broadcast=9507&amp;datum=20110117&amp;playtime=1295278948&amp;fileid=fcc53fb9&amp;sendung=9507&amp;beitrag=1367028&amp;\">Schneller, fr\u00fcher, genauer<\/a><\/h1>\r\n<h2>Bielefelder Forscher wollen Kommunikation im Katastrophenfall verbessern<\/h2>\r\n<h3>Von Katja Siebert,<\/h3>\r\n<strong>Evakuierung der \u00dcberlebenden, Rettung der Verletzen, Bergung der Toten &#8211; wenn ein Ungl\u00fcck geschieht, muss alles ganz schnell gehen. Eine Gruppe am Zentrum f\u00fcr interdisziplin\u00e4re Forschung in Bielefeld hat sich ein Jahr lang mit dem Thema Kommunikation im Katastrophenfall besch\u00e4ftigt.\r\n<\/strong>\r\n\r\n<\/div>\r\n<\/div>\r\n&#8222;Brisbane: Die Flut in der australischen Metropole hat ihren H\u00f6chststand erreicht. 150.000 Haushalte waren ohne Strom.&#8220;\r\n\r\nOhne Strom, das hie\u00df f\u00fcr die betroffenen Menschen in Australien auch ohne die gewohnten Kommunikationsmittel zu sein. Fernsehen, Telefon und Handy &#8211; sie alle sind auf die Stromversorgung angewiesen. Der Soziologe und Katastrophenforscher Professor Wolf Dombrowsky:\r\n\r\n&#8222;Bei der Kommunikation ist es ein Problem, weil Mobiltelefone auf Transmitter-Stationen angewiesen sind und wenn die ausfallen, n\u00fctzt auch das Notstromaggregat zu Hause nichts, mit dem man sein eigenes Ger\u00e4t betreiben kann. Aber sich dann zu \u00fcberlegen, ob es alternative M\u00f6glichkeiten gibt. <span style=\"color: #800000;\">Beispielsweise kommen mit einem Mal Amateurfunker in eine gro\u00dfe Rolle, die sonst immer nur so herumreden und sagen: &#8222;Wie geht es Dir denn in S\u00fcdamerika?&#8220; Und pl\u00f6tzlich ist das eine wichtige Infrastruktur, die wichtige Ersatzleistungen vornehmen kann.&#8220;<\/span>\r\n\r\n<span style=\"color: #800000;\">Denn die Funkfrequenzen beim Amateurfunk funktionieren ohne Transmitterstation. Und die Ger\u00e4te selbst kommen auch mit Akkus aus &#8211; zur Not reicht sogar eine Autobatterie. Das ist ein Beispiel f\u00fcr Kommunikation in der Katastrophe. In Bielefeld befasst sich jetzt eine ganze Forschungsgruppe mit dem Thema. &#8222;Communicating Disaster&#8220; hei\u00dft sie und besch\u00e4ftigt sich zum Beispiel auch damit, wie die Betroffenen am besten informiert werden k\u00f6nnen.<\/span> In Australien haben viele der Menschen in den \u00fcberfluteten Gebieten gar nicht gewusst, wie schlimm die Katastrophe wirklich ist und wollten ihre H\u00e4user deshalb nicht verlassen.\r\n\r\n&#8222;Rockhampton &#8222;Aus Angst vor Pl\u00fcnderern harren die Einwohner der \u00fcberschwemmten K\u00fcstenstadt in Australien in ihren H\u00e4usern aus. Die Polizei warnte, dass sie auch zwangsweise evakuiere, wenn die Sicherheit der Menschen nicht gew\u00e4hrleistet werden kann.&#8220;\r\n\r\nDer Soziologe und Leiter der Forschungsgruppe &#8222;Communicating Disaster&#8220; Professor J\u00f6rg Bergmann:\r\n\r\n&#8222;Ich glaub, dass die Betroffenen in Australien oft in der Situation sind, dass sie \u00fcber die Situation, in der sie sich befinden, relativ wenig wissen, w\u00e4hrend wir zum Beispiel, wenn wir es wollten, relativ viel \u00fcber das Internet etc. \u00fcber diese Katastrophe herausfinden k\u00f6nnten. Und das ist ja eine ganz paradoxe Situation, dass man als entfernter Mensch viel \u00fcber die Katastrophe wei\u00df und die Betroffenen wissen eigentlich relativ wenig.&#8220;\r\n\r\n&#8222;Wenn Leute nicht wissen, was ihr Schicksal ist und wie lange das Bedrohliche dauert, werden sie sehr unruhig und sind anf\u00e4llig sozusagen f\u00fcr \u00c4rgernis und Ungeduld und wenn sie ein Lagebild haben, dann sind sie eher bereit durchzuhalten, ihre Kr\u00e4fte zu nutzen und auch mal Unbequemlichkeiten gelegentlich in Kauf zu nehmen. Und das macht die Gesamtsituation besser.&#8220;\r\n\r\nProfessor Wolf Dombrowsky. Er geh\u00f6rt als Soziologe zu der Forschungsgruppe &#8222;Communicating Disaster&#8220;. Er wird sich gemeinsam mit anderen Wissenschaftlern aus den Sozialwissenschaften, den Geistes- und Naturwissenschaften und der Informatik mit der Kommunikation in der Katastrophe besch\u00e4ftigen. Dabei geht es um ganz verschiedene Aspekte. Die Warnung der Bev\u00f6lkerung zum Beispiel. Professor J\u00f6rg Bergmann:\r\n\r\n&#8222;Also eine \u00dcberlegung war, dass man statt der Sirenen so Kurz-SMS an bestimmte Leute schickt. Man muss ja auch bei solchen Warnungen \u00fcberlegen, da darf ja niemand jetzt in hysterische Reaktionen hinein getrieben werden. Das hei\u00dft, man muss sehr sorgf\u00e4ltig \u00fcberlegen, wie soll so eine Warnung aussehen? Soll das eine Information sein? Aber man wei\u00df ja, dass in Katastrophensituationen blo\u00dfe Informationen nicht einfach als Informationen wahrgenommen werden, sondern die werden ja gleich gedeutet. Da entstehen nat\u00fcrlich Ger\u00fcchte gleich, die sich ausbreiten &#8211; grad in so Situationen, wo es mangelnde Informationen gibt. Und das ist wiederum ein Thema f\u00fcr Kommunikationswissenschaftler &#8211; die Ausbreitung von Ger\u00fcchten.&#8220;\r\n\r\nEin anderes wichtiges Thema, das untersucht werden soll, sind die Medien.\r\n\r\n&#8222;Man muss ja sehen, dass Hilfsorganisationen im hohen Ma\u00dfe vom Spendenaufkommen abh\u00e4ngig sind. Aber Spendenaufkommen flie\u00dft nur, wenn Medienberichte entstehen. Also die Medien haben nicht nur eine Berichterstattungsfunktion, sondern auch die Funktion, entsprechende Spendenbereitschaft bei der Bev\u00f6lkerung hervorzurufen, das ist ja auch ein sehr komplizierter wechselseitiger Abh\u00e4ngigkeitsprozess. Welche Rollen spielen da Medien?&#8220;\r\n\r\n&#8222;Sydney. Die Kirchen Australiens haben den Flutopfern in Queensland Hilfe und Solidarit\u00e4t zugesagt. Das k\u00fcndigte der Nationale Kirchenrat an. Zugleich rief das B\u00fcndnis die Australier zu gro\u00dfz\u00fcgigen Spenden auf.&#8220;\r\n\r\nF\u00fcr Australien sind die \u00dcberschwemmungen die teuerste Naturkatastrophe, die das Land je erlebt hat. Gerade wegen dieser riesigen Dimension sind die \u00dcberschwemmungen f\u00fcr die Forschungsgruppe ein wichtiges Beispiel. Professor Wolf Dombrowsky:\r\n\r\n&#8222;Wir haben es uns seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr getraut, zu schauen, was passiert, wenn eine ganze Gesellschaft lahmgelegt wird. Wenn der Strom von Nord bis S\u00fcd ausf\u00e4llt, wenn keine Bahn mehr f\u00e4hrt, wenn kein Computerzentrum mehr funktioniert. Hier kann unsere Forschungsgruppe mit all ihren Disziplinen wirklich Ma\u00df nehmen und all ihr Wissen in einen Topf nehmen und Synergie-Effekte daraus ableiten.&#8220;\r\n\r\nEin Jahr lang werden die Wissenschaftler in Bielefeld forschen &#8211; und dabei auch mit Praktikern aus Hilfsorganisationen und vom Katastrophenschutz sprechen. So sollen am Ende des Forschungsjahres neue Erkenntnisse \u00fcber die Kommunikation bei Katastrophen stehen. Damit bei kommenden Katastrophen mehr Menschenleben gerettet werden k\u00f6nnen.","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Beitrag im &#8222;Deutschlandradio&#8220; Am 17. Januar 2011 erschien im Deutschlandradio dieser Bericht: Quelle: http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/forschak\/1367028\/ (tnx fr die Vermittlung an DH2RL und DF5LR) &nbsp; 17.01.2011 Die gro\u00dfe Flut in Australien. Besonders \u00dcberschwemmungen machen herk\u00f6mmliches Telefonieren oft unm\u00f6glich. 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